Das junge Deutschland will Arbeit und Frieden.

“Das junge Deutschland will Arbeit und Frieden.”

So lautet der Titel dieser Sammlung von Reden, die der Kanzler des deutschen Volkes, Adolf Hitler, nach seinem Machtantritt am 30. Januar 1933 gehalten hat. Daß dieses Deutschland Arfoe/f Wi7/, bedarf keines Beweises mehr. Fast fünf Millionen Menschen in Deutschland streben nach den verlorengegangenen Plätzen in Fabriken und Kontoren zurück. Ihre Hände ruhen unter der furchtbaren Last der Zeitkrankheit Arbeitslosigkeit. Vergangene Regierungen, die mit ihrem System durch den Nationalsozialismus abgelöst worden sind, standen dieser Not rat- und tatlos gegenüber. Die Regierung Hitler hat sich ans Werk gemacht und in einem großangelegten Plan der Arbeitslosigkeit den Krieg angesagt. Nicht mil fremder Hilfe will sie diesen Schaden beheben; sie geht nicht wie ihre Vorgängerinnen zu den Völkern der Welt, um dort in entwürdigender Weise um Schutz und Beistand zu betteln. Sie weiß, daß überall Krise und Verzweiflung herrschen, und hat sich deshalb entschlossen, auf ihre Art und durch eigene Initiative des Übels Herr zu werden. Zwei Millionen Menschen, wieder zurückgekehrt an ihre Arbeitsplätze, zeugen dafür, daß der Versuch Hitlers, die Arbeitslosigkeit zu bannen, nicht ohne Erfolg geblieben ist.

So wie dieses junge Deutschland Arbeit will, so will es Frieden. Es hat durch den Mund des Kanzlers selbst vor dem Reichstag aller Welt kundgetan, dh es von keinerlei Angriffsabsichten beseelt ist, daß es weder provozieren noch Verwirrung stiften will. In Ruhe und mit tiefem sittlichen Ernst möchte es seiner Arfoe/f nachgehen, um sich durch sie sein tägliches Brot zu sichern. Unbewaffnet steht es der Welt gegenüber und hat kein anderes Überzeugungsmittel zur Verfügung als das seines Fleißes und seiner Betriebsamkeit. Es ist der festen Überzeugung, daß die Welt nicht achtlos daran vorbeigehen kann.

Wenn dieses Deutschland erklärt, daß es keine unerfüllbaren Verträge unterschreiben werde, so deshalb, weil es die Absicht hat, unterschriebene Verträge tatsächlich zu erfüllen. Es ist ein Deutschland der Ordnung, der Autorität und der Disziplin, das durch Adolf Hitler und seine Bewegung erwacht ist und in der Welt um Vertrauen und um Verständnis wirbt.

Noch ist die Welt mißtrauisch; noch ist sie, abgesehen von einigen wenigen Männern, die den Mut hatten, den wirklichen Tatsachen ins Auge zu schauen, nicht oder nur unvollständig hinter den Sinn der Dinge gekommen, die sich in Deutschland abgespielt haben. Sie wird dann ein offenes Auge und Ohr für das gewaltige Geschehen der innerdeutschen Umwälzung haben, wenn die Not Europas so groß geworden ist, daß man überall einzusehen beginnt, daß ohne Verständnis und Achtung der Nationen füreinander und voreinander der Frieden der Welt nicht gedeihen kann und die Geißel der Arbeitslosigkeit weiter auf alle Völker herniedersausen wird.

Die Reden Adolf Hitlers seit dem 30. Januar 1933 sind sprechende Dokumente für Deutschlands Willen zur Arbeit und zum Frieden. Möge die Welt daraus nur das eine lernen: daß das deutsche Volk bei anderen Völkern wieder die Achtung verdient, die es heute auch wieder vor seinem eigenen Wert besitztf

Dr. Joseph Goebbels

Aufruf der Beichsregierung an das Deutsche Volk!

Berlin, den 1. Februar 1933 *).
*) Offizieller Wortlaut.

über 14 Jahre sind vergangen seit dem unseligen Tage, da, von inneren und äußeren Versprechungen verblendet, das deutsche Volk der höchsten Güter unserer Vergangenheit, des Reiches, seiner Ehre und seiner Freiheit vergaß und dabei alles verlor. Seit diesen Tagen des Verrates hat der Allmächtige unserem Volk seinen Segen entzogen. Zwietracht und Haß hielten ihren Einzug. In tiefster Bekümmernis sehen Millionen bester deutscher Männer und Frauen aus allen Lebensständen die Einheit der Nation dahinsinken und sich auflösen in ein Gewirr politisch-egoistischer Meinungen, wirtschaftlicher Interessen und weltanschaulicher Gegensätze.

Wie so oft in unserer Geschichte, bietet Deutschland seit diesem Tage der Revolution das Bild einer herzzerbrechenden Zerrissenheit. Die versprochene Gleichheit und Brüderlichkeit erhielten wir nicht, aber die Freiheit haben wir verloren. Dem Verfall der geistigen und willensmäßigen Einheit unseres Volkes im Innern folgte der Verfall seiner politischen Stellung in der Welt.

Heiß durchdrungen von der Überzeugung, daß das deutsche Volk im Jahre 1914 in den großen Kampf zog ohne jeden Gedanken an eine eigene Schuld und nur erfüllt von der Last der Sorge, das angegriffene Reich, die Freiheit und die Existenz des deutschen Menschen verteidigen zu müssen, sehen wir in dem erschütternden Schicksal, das uns seit dem November 1918 verfolgt, nur das Ergebnis unseres inneren Verfalls. Allein auch die übrige Welt wird seitdem nicht minder von großen Krisen durchrüttelt. Das geschichtlich ausgewogene Gleichgewicht der Kräfte, das einst nicht wenig beitrug zum Verständnis für die Notwendigkeit einer inneren Solidarität der Nationen, mit all den daraus resultierenden glücklichen wirtschaftlichen Folgen, ist beseitigt.

Die Wahnidee vom Sieger und Besiegten zerstört das Vertrauen von Nation zu Nation und damit auch die Wirtschaft der Welt. Das Elend unseres Volkes aber ist entsetzlich! Dem arbeitslos gewordenen, hungernden Millionen-Proletariat der Industrie folgt die Verelendung des gesamten Mittel- und Handwerksstandes. Wenn sich dieser Verfall auch im deutschen Bauern endgültig vollendet, stehen wir in einer Katastrophe von unübersehbarem Ausmaß. Denn nicht nur ein Reich zerfällt dann, sondern eine zweitausendjährige Erbmasse an hohen und höchsten Gütern menschlicher Kultur und Zivilisation.

Drohend künden die Erscheinungen um uns den Vollzug dieses Verfalls. In einem unerhörten Willens- und Gewaltansturm versucht die kommunistische Methode des Wahnsinns das in seinem Innersten erschütterte und entwurzelte Volk endgültig zu vergiften und zu zersetzen, um es einer Zeit entgegenzutreiben, die sich zu den Versprechungen der kommunistischen Wortführer von heute noch schlimmer verhalten würde, als die Zeit hinter uns zu den Versprechungen derselben Apostel im November 1918.

Angefangen bei der Familie, über alle Begriffe von Ehre und Treue, Volk und Vaterland, Kultur und Wirtschaft hinweg bis zum ewigen Fundament unserer Moral Lind unseres Glaubens, bleibt nichts verschont von dieser nur verneinenden, alles zerstörenden Idee. 14 fahre Marxismus haben Deutschland ruiniert. Ein Jahr Bolschewismus würde Deutschland vernichten. Die heute reichsten und schönsten Kulturgebiete der Welt würden in ein Chaos und Trümmerfeld verwandelt. Selbst das Leid der letzten anderthalb Jahrzehnte könnte nicht verglichen werden mit dein Jammer eines Europas, in dessen Herzen die rote Fahne der Vernichtung aufgezogen würde. Die Tausende von Verletzten, die unzähligen Toten, die dieser innere Krieg schon heute Deutschland kostet, mögen ein Wetterleuchten sein der Warnung vor dem Sturme.

In diesen Stunden der übermächtig hereinbrechenden Sorgen um das Dasein und die Zukunft der deutschen Nation rief uns Männer nationaler Parteien und Verbände der greise Führer des Weltkrieges auf noch einmal wie einst an den Fronten, nunmehr in der Heimat in Einigkeit und Treue für des Reiches Rettung unter ihm zu kämpfen. Indem der ehrwürdige Herr Reichspräsident uns in diesem großherzigen Sinne die Hände zum gemeinsamen Bunde schloß, wollen wir als nationale Führer Gott, unserem Gewissen und unserem Volke geloben, die uns damit übertragene Mission als nationale Regierung entschlossen und beharrlich zu erfüllen.

Das Erbe, das wir übernehmen, ist ein furchtbares.

Die Aufgabe, die wir lösen müssen, ist die schwerste, die seit Menschengedenken deutschen Staatsmännern gestellt wurde. Das Vertrauen in uns allen aber ist unbegrenzt; denn wir glauben an unser Volk und seine unvergänglichen Werte. Bauern, Arbeiter und Bürger, sie müssen gemeinsam die Bausteine liefern zum neuen Reich.

So wird es die nationale Regierung als ihre oberste und erste Aufgabe ansehen, die geistige und willensmäßige Einheit unseres Volkes wieder herzustellen. Sie wird die Fundamente wahren und verteidigen, auf denen die Kraft unserer Nation beruht. Sie wird das Christentum als Basis unserer gesamten Moral, die Familie als Keimzelle unseres Volks- und Staatskörpers in ihren festen Schutz nehmen. Sie wird über Stände und Klassen hinweg unser Volk wieder zum
Bewußtsein seiner volklichen und politischen Einheit und der daraus entspringenden Pflichten bringen. Sie will die Ehrfurcht vor unserer großen Vergangenheit, den Stolz auf unsere alten Traditionen zur Grundlage machen für die Erziehung der deutschen Jugend. Sie wird damit der geistigen, politischen und kulturellen Nihilisierung einen unbarmherzigen Krieg ansagen. Deutschland darf und wird nicht im anarchischen Kommunismus versinken.

Sie wird an Stelle turbulenter Instinkte wieder die nationale Disziplin zum Regenten unseres Lebens erheben. Sie wird dabei all der Einrichtungen in höchster Sorgfalt gedenken, die die wahren Bürgen der Kraft und Stärke unserer Nation sind.

Die nationale Regierung wird das große Werk der Reorganisation der Wirtschaft unseres Volkes mit zwei großen
Vierjahresplänen lösen:

  • Rettung des deutschen Bauern zur Erhaltung der Ernährungsund damit Lebensgrundlage der Nation.
  • Rettung des deutschen Arbeiters durch einen gewaltigen und umfassenden Angriff gegen die Arbeitslosigkeit.
  • In 14 Jahren haben die Novernber-Parteien den deutschen Bauernstand ruiniert.
  • In 14 Jahren haben sie eine Armee von Millionen Arbeitslosen geschaffen.

Die nationale Regierung wird mit eiserner Entschlossenheit und zähester Ausdauer folgenden Plan verwirklichen:

Binnen 4 Jahren muß der deutsche Bauer der Verelendung entrissen sein.

sein. Binnen 4 Jahren muß die Arbeitslosigkeit endgültig überwunden

Gleichlaufend damit ergeben sich die Voraussetzungen für das Aufblühen der übrigen Wirtschaft.

Mit dieser gigantischen Aufgabe der Sanierung unserer Wirtschaft wird die nationale Regierung verbinden die
Aufgabe und Durchführung einer Sanierung des Reiches, der Länder und der Kommunen in verwaltungsmäßiger und
steuertechnischer Hinsicht.

Damit erst wird der Gedanke der föderativen Erhaltung des Reiches blut- und lebensvolle Wirklichkeit.

Zu den Grundpfeilern dieses Programms gehört der Gedanke der Arbeitsdienstpflicht und der Siedlungspolitik.

Die Sorge für das tägliche Brot wird aber ebenso die Sorge sein für die Erfüllung der sozialen Pflichten bei Krankheit
und Alter.

In der Sparsamkeit ihrer Verwaltung, der Förderung der Arbeit, der Erhaltung unseres Bauerntums sowie der
Nutzbarmachung der Initiative des einzelnen liegt zugleich die beste Gewähr für das Vermeiden jedes Experimentes
der Gefährdung unserer Währung.

Außenpolitisch wird die nationale Regierung ihre höchste Mission in der Wahrung der Lebensrechte und damit der
Wiedererringung der Freiheit unseres Volkes sehen. Indem sie entschlossen ist, den chaotischen Zuständen in
Deutschland ein Ende zu bereiten, wird sie mithelfen, in die Gemeinschaft der übrigen Nationen einen Staat gleichen
Wertes und damit allerdings auch gleicher Rechte einzufügen. Sie ist dabei erfüllt von der Größe der Pflicht, mit
diesem freien, gleichberechtigten Volke für die Erhaltung und Festigung des Friedens einzutreten, dessen die Welt
heute mehr bedarf als je zuvor.

Möge auch das Verständnis all der anderen mithelfen, daß dieser unser aufrichtigster Wunsch zum Wohle Europas, ja
der Welt, sich erfüllt.

So groß unsere Liebe zu unserem Heere als Träger unserer Waffen und Symbol unserer großen Vergangenheit ist, so
wären wir doch beglückt, wenn die Weit durch eine Beschränkung ihrer Rüstungen eine Vermehrung unserer eigenen
Waffen niemals mehr erforderlich machen würde.

Soll aber Deutschland diesen politischen und wirtschaftlichen Wiederaufstieg erleben und seine Verpflichtungen den
anderen Nationen gegenüber gewissenhaft erfüllen, dann setzt dies eine entscheidende Tat voraus:

die Überwindung der kommunistischen Zersetzung Deutschlands.

Wir Männer dieser Regierung fühlen uns vor der deutschen Geschichte verantwortlich für die Wiederherstellung eines
geordneten Volkskörpers und damit für die endgültige Überwindung des Klassenwahnsinns und Klassenkampfes. Nicht
einen Stand sehen wir, sondern das deutsche Volk, die Millionen seiner Bauern, Bürger und Arbeiter, die entweder
gemeinsam die Sorgen dieser Zeit überwinden werden oder ihnen sonst gemeinsam erliegen.

Entschlossen und getreu unserm Eide wollen wir damit angesichts der Unfähigkeit des derzeitigen Reichstages, diese
Arbeit zu unterstützen, dem deutschen Volke selbst die Aufgabe stellen, die wir vertreten.

Der Reichspräsident, Generalfeldmarschall von Hindenburg, hat uns berufen mit dein Befehl, durch unsere
Einmütigkeit der Nation die Möglichkeit des Wiederaufstiegs zu bringen.

Wir appellieren deshalb nunmehr an das deutsche Volk, diesen Akt der Versöhnung selbst mit zu unterzeichnen.

Die Regierung der nationalen Erliebung will arbeiten, und sie wird arbeiten.

Sie hat nicht 14 Jahre lang die deutsche Nation zugrunde gerichtet, sondern will sie wieder nach oben führen.

Sie ist entschlossen, in vier Jahren die Schuld von 14 Jahren wieder gutzumachen.

Allein sie kann nicht die Arbeit des Wiederaufbaues der Genehnligung derer unterstellen, die den Zusammenbruch
verschuldeten.

Die Parteien des Marxisinus und seiner Mitläufer haben 14 jähre lang Zeit gehabt, ihr Können zu beweisen.

Das Ergebnis ist ein Trümmerfeld.

Nun, deutsches Volk-, gib ans die Zeit von vier Jahren, und dann urteile und richte uns!

Getreu dem Befehl des Generalfeldtnarschalls wollen wir beginnen. Möge der allmächtige Gott unsere Arbeit in seine
Gnade nehmen, unseren Willen recht gestalten, unsere Einsicht segnen und uns mit dein Vertrauen unseres Volkes
beglücken. Denn wir wollen nicht kämpfen für uns, sondern für Deutschland!

Die Reichsregierung.

Adolf Hitler, von Papen, Freiherr von Neurath, Dr. Frick, Graf Schwerin von Krosigk, Dr. Hugenberg, Seldte, Dr.
Gürtner, von Blomberg, Eltz von Rübenach, Göring.

Quelle

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